Gardasee Malcesine Foiling Week 08. – 09. Juli

Am Wochenende gab es eine nette Regatta im Revier unserer nächsten Deutschen Meisterschaft:
Die Foiling Week gab sich südlich von Malcesine direkt gegenüber von Campione am Gardasee die Ehre. Das Revier ist ja weltweit für seine gleichmäßigen, mittleren Winde bekannt und geschätzt. Diese Bedingungen hatten wir auch, – im Mittel Tatsächlich war der erste Tag Leichtwind mit ziemlich Strich fünf Knoten, sodass Foilen nur auf dem Verzieher was brachte und der zweite Tag war grenzwertig am Limit bzw. in der ersten Wettfahrt mit knapp 30 knt echt happig, danach ging er dann langsam runter Richtung 20 knt.

Wir haben das Programm mit drei Wettfahrten pro Tag bei 17 gestarteten Booten effizient durchgebracht. Gewonnen haben Gianluigi Ugolini (IT, 10 Pkt) vor Stefano Casadei (IT, 16 Pk). Nachdem ich die Leichtwindsitzung am ersten Tag noch führend beendete, konnte ich am Starkwindtag den dritten Platz trotz gerissener Mastrotation verteidigen, – was ein Ritt, eher halbwindfoilend irgendwie Richtung Luvtonne… 😮

Zum Revier: Bei Leichtwind war es mit wechselnden Seitenvorteilen und kleinen Drehern doch recht taktisch. Bei Starkwind hat man mE insb. aufgrund der steilen Welle doch leichte Vorteile, wenn man auf der Kreuz foilt, solange man nicht abgeworfen wird uns es (nervlich) durchhält. Gerade das Foilen auf der Kreuz hat Gianluigi sehr gut hin bekommen und damit sich auch verdient durchgesetzt! Gratulation!

Thilo war auch mit seinem neuen Boot am Start, dem „Nano AC – Prototyp“. Ein interessantes Konzept, das Thilo auch auf Facebook in einem kleinen Video erklärt. Er fährt mit deutlich asymmetrischen, langen C-Schwertern, die bzgl. der Anstellung nicht verstellt werden, sie verändern jedoch automatisch die Neigung zur vertikalen Achse (Luv-Schwert eher senkrecht, Lee-Schwert mehr horizontal mit Hauptauftrieb und größerem Moment, in statischer Position wird somit der Mindestabstand der Foils von 75 cm zur Bootsachse eingehalten). So fällt wieder eine Stellmöglichkeit weg. Die Schwerter liefern mE etwas mehr Auftrieb als die akt. gängigen Modelle, sodass Thilo etwas früher raus kam und insb. auf der Kreuz schon bei ca. 7-8 knt stabil foilen konnte. Bei leichten und starken Wind ist die Idee, den Auftrieb bzw. den höheren Drag über leichtes Herausziehen der Schwerter zu regulieren. Das Boot soll auch vermarktet werden und könnte sich nach Angaben von Thilo preislich zwischen DNA und Exploder bewegen.

Rainer

4. Sieg in Folge für Thilo Keller bei der Warnemünder Woche

Ungewöhnlich für den Regattakalender starteten die A-Cats dieses Jahr am ersten Wochenende der Warnemünder Woche. Diesmal lagen die Boote zusammen mit den Topcats, welche ihre IDM segelten, auf Höhe Düne.
Entgegen aller Wettervorhersagen konnten zumindest 3 Wettfahrten gesegelt werden, wobei Jörn 1 und Thilo 2 für sich entscheiden konnte (leider ist die Ergebnisliste anbei nicht korrekt).Die erste Wettfahrt kam mit relativ wenig Wind aus, der in der zweiten und dritten deutlich zunahm. Es gab einige Stunts zu sehen, aber auch, dass die Segler für Polen noch einiges an Training auf der Ostsee brauchen. Denn Foilen ist das eine, Foilen bei Welle das andere. Es braucht also mehr Mut und Wasserstunden…

Endergebnis: Thilo vor Jörn und Alexander.

Iseo See 2017

10. Trofeo Giorgio Zuccoli
24/25-JUN-2017 Sulzano Lago de Iseo

Mit Temperaturen über 32 Grad war es auch am Lago de Iseo wirklich sehr heiß.
Leider sind nur 17 A-Cat Segler aus 3 Nationen nach Sulzano gekommen.

Die ersten beiden Wettfahrten waren bei konstant guten Flugbedingungen 8-9 Knoten ideal für Foiling Boote, die von Eugenio Calabria gewonnen wurden.
In der dritten Wettfahrt hat der Wind etwas nachgelassen, so dass ich diese als einziger „Nicht-Flieger“ gewinnen konnte.

Die Samstag Abend Beach-Party bei Franco Niggeler war wie immer legendär,
und die Live Übertragung des Americas-Cup ein weiterer Höhepunkt.

Am Sonntag haben dann einige Gewitter Fronten den Start der 4. Wettfahrt bis
15:00 Uhr verzögert, die dann von Paolo Penco gewonnen wurde und er somit
auch die Gesamtwertung für sich entscheiden konnte.

Viele Bilder und Videos aus der Facebook Seite des Clubs:
https://www.facebook.com/ansebina

Norbert Bauer GER-548

Ergebnis Plansee 2017

Bob Baier gewinnt auf dem Plansee nach 4 Wettfahrten vor Mike Mödlhammer auf Rang 2 und Klaus Raab auf dem 3. Platz.

Zum zweiten Mal fand am 24.06. am Plansee bei Reutte eine international ausgeschriebene A-Cat Ranglisten Regatta statt. Am Start fanden sich 17 Regattasegler aus Deutschland und Österreich mit ihren Hochleistungskatamaranen ein, – die meisten von ihnen mit Hydrofoils zum Fliegen ausgestattet. Unter den Teilnehmern waren unter anderem der ehemalige Europameister Bob Baier aus Füssen und der ehemalige österreichische Meister Jürgen Koch aus Breitenwang. Bei anfangs nur leichtem Wind wurde kurz nach Mittag die erste Wettfahrt gestartet. Beim Start zur zweiten Wettfahrt hatte der Wind stark aufgefrischt. Die jetzt zahlreich ankommenden Böen reichten, um die Boote am Raumwindkurs zu Tieffliegern zu machen. Bei 4 spannenden Wettfahrten, mit Massenstarts, Duelle Boot gegen Boot bis hin zu spektakulären Einstechern gab es an diesem Nachmittag viel zu sehen.

[Bericht: F.Cermak] von der SVR-Segeln Reutte Clubseite

Ergebnis als PDF

Ergebnis Ammercat 2017

Helmut Stumhofer gewinnt in Breitbrunn/Ammersee vor Marco Götz und Hermann Ramisch
 

Für viele A-Cat-Segler war die Ammercat die erste Gelegenheit, in der Saison 2017 aufs Wasser zu kommen. Im April hatte garstiges Wetter nur wenige zum Trainieren motiviert. Diejenigen, die an den Gardasee ausgewichen waren und schon einige Wasserstunden im Portfolio hatten, zeigten dann durch souveräne Flugeinlagen, dass viel Segeln viel hilft. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Weihnachtsmann im Winter nagelneue Flugboote beschert hatte. Auch wenn deren Flugfähigkeiten signifikant besser sind als bei älteren Modellen, so verlangen doch auch sie exzellentes Handling.

Doch beginnen wir ganz vorne: Am Samstag zeigt sich das Wetter am Ammersee von der freundlichen Seite. Endlich Sonne, endlich T-Shirt! Der angesagte Nordostwind erwies sich jedoch als löchrig, weshalb die angereisten 19 Segler – und zu ihrer Erleichterung auch die Wettfahrtleitung – es vorzogen, an Land zu ratschen und den leckeren Kuchen zu genießen. Am Nachmittag stabilisierte sich die leichte Brise dann halbwegs. Binnen einer halben Stunde waren alle auf dem Wasser und probierten, ob nach der Winterpause Boot und Segel noch so funktionieren, wie man es vage im Gedächtnis hatte. Wettfahrtleiter Klaus Brütting blies die erste Wettfahrt überraschenderweise so zügig an, dass zwei Drittel des Feldes viele Minuten zu spät zum Start kamen.

Beim leichten Wind von 4 bis 6 Knoten schlug die Stunde der Non-Foiler. Die neuesten Foilerboote sind zwar inzwischen auch bei leichtem Wind nicht mehr langsam, und vor allem gelingt es den Cracks inzwischen, sie bereits bei rund 6 Knoten Windgeschwindigkeit auf die Flügel zu hieven. Doch noch haben die Non-Foiler bei leichtem Wind insbesondere downwind einen deutlichen Geschwindigkeitsvorteil. Bei der zweiten Wettfahrt reichte es teilweise schon zum Trapezsegeln, doch die Windstärke war immer noch ganz knapp unterhalb des Wendepunktes, an dem die Foiler dann wie entfesselt zu rasen beginnen. Das Zwischenergebnis am Abend fiel entsprechend aus: Angeführt wurde das Klassement von den Non-Foilern GER 100 und GER 600. Einzig Leichtwindfuchs Georg Reutter konnte mit seinem neuen Exploder die Bilanz der Foiler mit Rang 3 aufbessern.

Doch am Sonntag wurden die Karten neu gemischt: Eine Front brachte nicht nur Regen, sondern auch Wind in einer sehr passablen Stärke von 3 bis 4 Windstärken, in Böen 5. Nun riefen insbesondere Helmut Stumhofer, Marco Götz, Klaus Raab und Andreas Grünenwald das enorme Speedpotenzial ihrer Flugboote ab. Die Nonfoiler konnten drei Läufe lang nur noch von hinten zusehen, wie die Cracks um die Tonnen heizten. Die Routiniers Helmut Stumhofer und Marco Götz ließen nichts anbrennen und belegten die beiden ersten Plätze im Gesamtklassement. Doch ganz aus dem Rennen waren auch die Non-Foiler nicht: Altmeister Hermann Ramisch ersegelte Bronze, gefolgt von Günter Simen und Christian Stock (der allerdings in der vierten Wettfahrt den Mast bereits auf dem Wasser legte).

Fazit: Die Ammercat 2017 war eine schöne, gut organisierte Regatta mit Windbedingungen, bei denen für jeden etwas dabei war. Die herzliche Gastfreundschaft der Seglervereinigung Breitbrunn, das Alpenpanorama und die tolle Lage des Clubgeländes am Ostufer des Ammersees lohnen auch eine weite Anreise. Die nächste Gelegenheit bietet sich bei der Wiesn-Regatta Mitte Oktober.

Christian Stock (GER 100)

YouTube Video: https://www.youtube.com/watch?v=zvl9WcVaUsE 

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